Poesie

Sei das Licht, das du bist.

Ich könnte auf alles zeigen,
was du kannst,
auf all das Gute, das du ausstrahlst.
Wie auf Sterne am Himmel.

Dieses Strahlen,
dieses Licht,
diese Schönheit
würdest du sehen.

Doch was ist mit deiner eigenen?
Siehst du sie?
Fühlst du sie?
Schätzt du sie?

Ich sehe alles, was du bist,
und alles, was in dir verborgen liegt.
Wieso du nicht?

Ich werde so lange darauf zeigen,
bis du nicht nur siehst,
wie schön du bist
– innen wie außen –
sondern es auch fühlst.

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Poesie

Was uns atmen lässt.

Jahrzehntelang auf Glasscherben balanciert,
um niemanden zu verletzen,
blutige Fußspuren hinterlassen.

Denn so ist, wie es sein muss.
Still. Unauffällig. „Brav“. Angepasst.
Bloß nicht auffallen.

Der Frieden im Außen war Priorität,
während im Innern ein Sturm aufzog,
alles an Licht verschlang.

Heute halte ich den Sturm nicht mehr im Innern.
Lasse ihn sich ausdehnen.
Denn so ist, wie es sein sollte.

Unsere Stimme hat Macht,
hat Wirkung,
ist Ausdruck.

Ein Wort kann einschlagen wie ein Blitz,
kann ein Feuer entfachen
in und um uns.

Denn so ist, wie es sein sollte:
aussprechen, was in uns lodert.
Emotionen fühlen
und nicht ersticken.

Denn das ist,
was uns atmen lässt.

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Poesie

Rage.

Befeuert wird die Wut,
die unseren Seelen nicht guttut.
Nicht heute, nicht morgen
verschwinden diese Sorgen.

Eis bedeckt nicht nur unsere Straßen,
sondern auch unsere Herzen.
Peng – ein Menschenleben ausgelöscht.
Unendliche Schmerzen.

Der Täter applaudiert und lacht,
was hat Hass nur aus dieser Welt gemacht?

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Poesie

Innehalten ist keine Schwäche.

Wann hast du zuletzt nichts getan – und es ausgehalten?

In Videos muss viel passieren.
Schnell sprechen, bloß keine Pause aufkommen lassen, denn das Risiko, die Absprungrate zu erhöhen, ist zu groß.
Schneller, vollgepackt mit Effekten. Es muss immer etwas passieren, dem Gehirn bloß keine Zeit lassen.

Jahresanfang.
Bombardement unzähliger Webinare.
Mit diesem Wissen machst du 5k mehr im Monat.
So verdienst du als Copywriter das Zehnfache.
Erfolgreich abnehmen mit diesen sieben Tipps.
Höher, schneller, weiter.
Mit diesen Gewohnheiten hebst du deine Leistung auf ein neues Level.

Stetige Selbstoptimierung.
Bloß nicht nachlassen.

Und so hetzen wir von A nach B, mit unzähligen To-Do-Büchern in unserem Kopf.

Lass mich ein To-Want hinzufügen.
Zur Ruhe kommen.
Durchatmen.
Sich akzeptieren.
Der Langsamkeit wieder Raum geben.
Träumen.

Wir sind nicht hier, um in einem Hamsterrad im Kreis zu laufen und immer schneller zu rennen.
Ohne durchzuatmen.
Ohne uns selbst Raum zu geben – für Wachstum, für Ziele, für Freude, für Freundschaft, für Liebe.
Das ist es, was uns lebendig hält.

Wie wäre es mit weniger Müssen und mehr Wollen?
Wie wäre es mit weniger Selbstoptimierung und mehr Akzeptanz, Wohlwollen und Empathie für uns selbst?
Wie wäre es mit weniger passivem Konsumieren und mehr Präsenz – für uns, für andere, für unsere tiefsten Wünsche und Träume?

Müssen wir den nächsten Trend auf TikTok wirklich miterleben?
Oder ist nicht unser Leben die spannendste Abfolge von Szenen?

Wie wäre es mit weniger Rennen und mehr Langsamkeit,
um das Leben – unser Leben – auch wirklich wahrzunehmen?

Vielleicht beginnt genau dort, was wir so lange gesucht haben: nicht im Mehr, sondern im Innehalten.

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Alltagsgedanken, Poesie

Außerhalb der Norm.

Manchmal türmt sich alles auf:
negative Gedanken, Probleme, Dinge, die nicht so laufen, wie wir es uns wünschen.
Alles wächst zu einer schier unüberwindbaren Mauer.

Über unsere Haut zieht ein Schauer, Härchen stellen sich auf, wir erstarren.
Verzweiflung und Überforderung führen zur Prokrastination.
Stillstand.

So verharren wir in der Panik.
In dem Glauben, dass es uns bestimmt ist, zu erleben, was gerade passiert.
Entweder wir akzeptieren den Umstand, dass es nun mal ist, wie es ist – und erkennen an, dass wir selbst Einfluss auf alles im Leben haben.
Denn wir haben die Macht, Umstände zu beeinflussen.
Oder aber wir verharren in alten Mustern und lassen das Leben über uns bestimmen.

Klar, was für manche Menschen ganz leicht erscheint, kann anderen mehr Energie und Mut abverlangen.
Doch wir alle haben Einfluss.
Mit unserer Stimme, unserem Sein, unseren Entscheidungen.

Wir können uns von der Angst leiten lassen – die, wie wir wissen, manchmal sinnvoll ist, uns aber in den meisten Fällen nicht gut berät.
Oder wir wenden uns dem Mut zu,
glauben an uns und treten aus dem Schatten.

Auch wenn sich eine Mauer vor uns auftürmt und wir verzweifelt versuchen, sie zu erklimmen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch Anlauf nehmen können, um sie zu durchbrechen. Genauso wie wir Muster durchbrechen können.

Sei mutig.
Geh einen Schritt nach dem anderen.
Lass dich nicht in Schubladen pressen,
dich nicht einengen.
Gib nicht auf.
Glaub an dich,
und lass dich selbst niemals im Stich.

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Poesie

Für viele ein Anfang, für manche das Ende.

Neues Jahr, neues Glück.
Während andere feiern, hast du dich dazu entschlossen,
diese Welt zu verlassen,
vielleicht hast du gemerkt, dass Momente verblassen,
und manchmal nichts mehr bleibt als Taubheit.
Alles in dir schreit: Das muss das Ende sein.

Und das war es dann auch.
Während draußen alles laut ist, denn das ist Brauch.
Wirst du ganz leise und gingst.

Ich wünschte mir, du hättest dich anderen
und einem anderen Weg geöffnet.

Sollte es dir eines Tages auch so gehen,
dass du keinen anderen Weg siehst als diesen,
vertrau dich bitte jemandem an.

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