Ich frage mich oft,
was du jetzt über mich sagen würdest.
Wärst du stolz auf den Weg, den ich eingeschlagen habe,
auf die Werte, die mir wichtig sind,
auf mein Wirken?
Ich denke oft an dich,
daran, wie wir Runde um Runde Karten gespielt haben.
An deine Freude über meine Freude, wenn ich gewonnen habe.
Ich vermisse sie oft
deine warmen beruhigenden Umarmungen,
bei denen ich immer dieses Gefühl von „Alles wird gut“ hatte.
Dein Lachen hallt noch immer in meinem Herzen,
auch wenn es schmerzt, wenn ich an dich denke
und meine Präsenz in der Vergangenheit versenke.
Ich frage mich oft, was dein letzter Gedanke gewesen ist.
Ob du glücklich gewesen bist.
Doch eines bin ich mir sicher,
du hast uns zu den glücklichsten Menschen gemacht,
wenn du Zeit mit uns verbracht hast.
Du hast uns Liebe, Güte und Empathie gelehrt
und uns so viele wundervolle Momente beschert.
Dafür danke ich dir auf ewig.
Work of Art.
Während wir im Gras liegen
und dem Zirpen um uns herum lauschen,
treffen sich unsere Blicke,
die mehr sagen, als Worte es jemals könnten.
Dein Lachen, so schön,
dass es mir den Atem raubt.
Deine Stimmte sanft und rau zugleich
– jedes deiner Worte fließt durch mich wie eine Symphonie.
Was uns bewegt und wovon wir träumen
durchbricht die Stille.
Wir philosophieren darüber,
dass jeder Mensch ein einzigartiges Kunstwerk ist
und sehen dabei zu, wie unsere Farben ineinanderfließen.
Geh mit der Angst, nicht gegen sie.
Meine Ängste umarmen mich sanft, wiegen mich, halten mich fest
– zu fest.
Manchmal gibt es Zeiten, da haben sie dich fest im Griff, ziehen dich hinein, in einen Strudel voller Negativgedanken. Du findest dich in einer Dauerschleife wieder, in der du dir selbst sagst, wie wertlos und unfähig du bist, dass du das niemals schaffen wirst, weil du nicht gut genug bist.
Nun frage dich selbst, was genau ist es, welche Erfahrungen, welche Situationen, welche Worte von anderen Menschen waren es, die dich so nachhaltig negativ geprägt haben, dass du dich HIER UND JETZT in dieser Situation befindest? Eine Situation, in der du dich schlichtweg selbst bemitleidest, dir selbst und deinem Potenzial im Weg stehst. Seien wir mal ehrlich, jeder von uns hat einen Haufen von Negativerfahrungen machen dürfen, doch sind es nicht genau diese Erfahrungen, die uns zeigen, wie stark wir sind?
Also lass‘ dich nicht von deinen Ängsten limitieren, beleuchte sie, reflektiere, was genau dich hier blockiert und wieso. Wovor hast du eigentlich Angst, was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du dich gegen die Angst und für dich selbst entscheidest? Du wirst sehen, nichts ist so einengend, als sich der Angst voll und ganz hinzugeben. Folge deinem Herzen, deinem Weg, deiner Leidenschaft, deiner Passion und nimm dabei deine Angst an die Hand, zeig ihr, dass sie dich nicht (mehr) beschützen muss.
Es ist nicht deine Angst, die dich hindert: Du selbst hältst sie aufrecht, indem du sie immer wieder befeuerst, anstatt sie zu entkräften. Also trau‘ dich, steh‘ für dich und deine Träume ein. Du wirst sehen, wie viel bunter dein Leben werden wird, wenn du dich nicht davor versteckst.
Deine Angst ist nicht dein Feind, sondern zeigt dir lediglich auf, in welchen Bereichen du noch wachsen kannst. Und glaub‘ mir, du kannst noch so hoch über dich selbst und deine Ängste hinauswachsen, trau‘ dich, mach den ersten Schritt und der Weg wird sich auftun.
Ich glaub‘ an dich, du auch?
| Verschluckt. |
Dieser Text befindet sich schon seit Jahren in meinen Entwürfen. Heute habe ich ihn wiederentdeckt, teile ihn mit euch und bin gespannt, was ihr darüber denkt. 🙂 Ein schönes Wochenende euch allen.
Orte, die sich verändern,
von Stunde zu Stunde,
Objekte, die sich öffnen.
Menschenmengen verschlucken.
Irgendwo ausspucken.
Blau gesellt sich zu Gelb, wird grün.
Schreie, die hallen.
Seelen, die brechen.
Leute, die obszön kotzen.
Zu Hause und doch ein Punkt unter vielen.
Steige ein, lass mich verschlucken.
Fall‘ raus.
Hier mal Abwehr,
dort ein Lächeln.
Fröhlichkeit geht mit
Traurigkeit.
Rührt die Masse um.
Und doch lässt sich niemand anstecken,
von dem andern.
Jeder für sich.
Ein Punkt,
der seinen Weg entlangläuft.
Verbunden, kennzeichnen sie
Anfang bis Ende.
Ein Weg.
Holprig.
Mal glatt.
Räder rattern,
die Straße vibriert im Takt.
Stadtmusiker untermalen Vordergrund mit Hintergrund.
Die Hälfte sieht sie nicht
und doch zeigt das Schaufenster ihre Konturen.
Lautlos, diese Melodie.
So scheint es.
Kinder, die rennen.
Eis tropft auf Asphalt.
Eine Katze drückt sofort ihre Pfote hinein.
Die Kirchenglocke spricht,
das Apothekenlicht flackert.
Eine Glühbirne: defekt.
Eine kalte Brise erfrischt die Gemüter.
Flyer fliegen ihren Weg durch die Lüfte.
Einer landet auf dem Hut eines älteren Mannes,
der merkt es nicht.
Trägt ihn hinfort.
Die gelben, rötlich schimmernden Blätter rauschen,
der Springbrunnen plätschert dazu.
Eine bunte Masse,
nur zusammengenommen.
Jeder geht seines Weges.
Ein Teil dieser Masse.
Doch interessiert es ihn nicht.
Die Gedanken, sie kreisen,
Um die Dinge, die jeder mal empfindet.
Die uns prägen.
Der große, bunte Punkt.
Bewegt sich,
nordwärts,
südwärts,
nimmt Abkürzungen,
taumelt über Brücken.
Verliert Mitläufer,
nimmt neue auf.
Formt sich,
wird eckig.
Man kann ihn nicht fassen.
Jeder ist ein Teil.
Gerade jetzt.
Ist es gewesen
und wird es morgen wieder sein.
Wir laufen mit ihm.
Täglich.
Sehen Gesichter vor Sorge faltig werden.
Sehen Mundwinkel,
die sich nach oben ziehen.
Sehen Musiker,
die unserem Schritt eine Melodie geben.
Sehen so viel,
wenn wir nur mal die Augen öffnen würden.
© Nelli Halter
Pablo Neruda: I do not love you …
Neulich bin ich dank eines Films auf das Gedicht „I do not love you …“ von Pablo Neruda gestoßen. Ich finde es so unfassbar schön und möchte es daher gerne mit euch teilen. 🙂
XVII (I do not love you…)
I do not love you as if you were salt-rose, or topaz,
or the arrow of carnations the fire shoots off.
I love you as certain dark things are to be loved,
in secret, between the shadow and the soul.
I love you as the plant that never blooms
but carries in itself the light of hidden flowers;
thanks to your love a certain solid fragrance,
risen from the earth, lives darkly in my body.
I love you without knowing how, or when, or from where.
I love you straightforwardly, without complexities or pride;
so I love you because I know no other way
than this: where I does not exist, nor you,
so close that your hand on my chest is my hand,
so close that your eyes close as I fall asleep.
Wenn ihr mehr von ihm lesen möchtet, kann ich euch „20 Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung“ sehr empfehlen. 😉
Wir sind verbunden.
Du weißt nie, auf welche Art und Weise du das Leben eines anderen Menschen prägst. Du weißt nicht, wie lange deine Worte noch nachklingen werden. Wie sehr du das Bild der Person über sich selbst beeinflusst.
Vielleicht bist du der Grund, warum jemand an das Gute auf der Welt glaubt, an bedingungslose Liebe und Vertrauen.
Auch, wenn es dir vielleicht nicht bewusst ist: Du veränderst nicht nur dich, sondern beizeiten auch andere.
Worte sind mächtig. Also sei achtsam damit, was und wie du etwas sagst.
Du weißt nicht (immer), was du anderen bedeutest. Wann sich jemand mit einem Lächeln im Gesicht an gemeinsame Erlebnisse mit dir erinnert. Du weißt nicht, ob du einer fremden Person mit Worten oder einer lieben Geste den Tag versüßt hast.
Doch eines ist sicher: Wir sind alle miteinander verbunden, auf die eine oder andere Art und Weise.
Diese Verbindung macht das Leben so wunderbar. Schon allein darüber nachzudenken, dass wir gerade alle zur selben Zeit leben, ist doch unfassbar magisch.
Egal, ob Liebespaar, tiefe Freundschaft, stille, unausgesprochene Liebe oder eine flüchtige Begegnung zwischen Fremden.
Alles verbunden,
Zeit, um zu erkunden,
was ist, was sein kann, was sein wird.
Der Tag, an dem wir tanzten.

Noch mit geschlossenen Augen koste ich den Morgen voll aus, rekle mich, spüre in meinen Körper hinein. Versinke in meiner inneren Welt. Das betrachtende und fühlende Ich setzt einen Fuß vor den anderen, spürt den Sand durch die Zehen rieseln, die leichte Wärme kitzelt meine Fußsohlen. Angenehm weich landen meine nicht zu Ende gedachten Gedanken auf dem Borkumer Strand.
Du sitzt schon da, genießt das Rauschen des Meeres und den Gesang der Möwen, die schon am frühen Morgen diesen Tag preisen, bist vollkommen präsent in diesem Moment. Ich sehe förmlich, wie dein Herz tanzt, weil du dich zu Hause fühlst, weil du den Frieden in dir spürst.
Ich fühle, was du fühlst, denn ich bin du und du bist ich, wir sind eins. Das Einzige, was sich unterscheidet, sind unsere Blickwinkel und das Umgehen mit dem Erlebtem. Denn du lebtest schon früher als ich in einer Welt, die dunkler war.
Seit dem Moment, in dem ich begriff, wie wichtig es ist, dir zu verzeihen, dich anzunehmen, dich zu lieben und vor allem, mich überhaupt erst mit dir, deinen Erfahrungen und deiner Gefühlswelt auseinanderzusetzen, ist dieser Ort unser Treffpunkt. Eine wunderbare Bühne, auf der sich so vieles abspielt.
Nachdem wir für kurze Zeit stumm nebeneinandersitzen und die Präsenz des jeweils anderen vollends auskosten, betrachte ich den Beutel, der neben dir liegt. Langsamen Schrittes gehe ich auf ihn zu, um ihn anzuheben, was sich als nicht einfach erweist, da er so schwer ist, dass meine Arme zittern, während ich ihn hochhalte. In ihm befinden sich Steine, auf denen geschrieben steht, was du von dir denkst, aber nicht mehr denken möchtest.
Behutsam widmen wir uns dem ersten Stein, auf dem Scham geschrieben steht. Mit voller Kraft schleudere ich ihn Richtung Meer und sehe ihm beim Sinken zu. Gut fühlt es sich an, ein Stück der Last loszuwerden. Den nächsten nimmst du: Du musst dich anpassen.
„Weg mit dir!“, rufst du. Mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht wirfst du ihn in das Meer und begrüßt das Ploppen mit einem freudigen Aufschrei. „Wohohohohoooooo“, schallt es über den Strand.
Würden hier noch andere Menschen mit uns verweilen, hättest du sie sicher mit deiner Euphorie anstecken können. Nach und nach leert sich der Beutel, wir finden darin Sätze wie: Du bist nicht genug. Du musst immer klein beigeben. Du musst die Ziele anderer priorisieren, statt deiner eigenen. Du musst mehr auf andere achten als auf dich selbst. Du musst es allen recht machen.
Mit jedem Stein, den wir sinken sehen, wird der Wellengang stärker und lässt die Kraft des Meeres in uns übergehen. Voller Freude und Tatendrang tanzen wir ganz wild um Sandburgen herum, die der Wind noch nicht hinfort getragen hat. Dein Lachen hallt noch nach, nachdem ich die Augen öffne, um diesen Tag voll auszukosten.
Schicht für Schicht

Zwischen innen und außen,
zwischen still sein und aufbrausen,
zwischen hier sein und dort,
in jeder Sekunde schon fort,
was eben noch war,
was jeder Moment gebar.
Doch halte ich das Gefühl
der Freiheit fest,
dass ich sein kann, wie ich bin,
und zu jedem Zeitpunkt genüge.
Aber ich bin mir bewusst darüber,
dass ich nicht über unendlich Zeit verfüge,
daher lasse ich gehen, was nicht ist,
bevor es mich vollkommen zerfrisst.
Lasse ziehen, was nicht zu mir gehört,
bevor es meinen Frieden stört.
Jede Empfindung – ein Begleiter
von unbestimmter Dauer,
eine fühlbare Mauer,
die irgendwann einstürzen wird.
Geduldig werde ich fühlen und warten,
bis sie bricht
Schicht für Schicht.
Alles dazwischen

Schmerz, Heilung und alles dazwischen
hat mich schon so oft zerrissen,
hab geweint und fast nicht mehr aufgehört,
gelacht, geliebt, verloren.
Wurde mehrmals wiedergeboren
als jemand anderes,
weil ich mich selbst verloren hab’.
Das Dickicht meiner Gedanken
hielt mich fest,
als wir gemeinsam sanken
auf den Grund unserer Seelen,
um uns letztendlich zu
verfehlen.
Leben ist jetzt.

Wir sind nicht ewig hier. Doch manchmal scheinen wir das zu vergessen. Wir führen jeden Tag ähnliche Gespräche, verlieren uns im Job, tun jeden Tag das Gleiche – sind gefangen im Hamsterrad, ohne es zu merken. Und so ziehen sie vorbei, die Tage, die Jahre. So zieht sie vorbei, die Kindheit, die Jugend.
Das Leben ist endlich und daher so unfassbar kostbar.
Das Leben ist viel zu schön, zu bunt, zu aufregend, zu wundervoll, um nicht gelebt zu werden. Um es mit den Worten von Stephen Chbosky zu sagen: „Ich weiß, irgendwann sind es nur noch Geschichten und unsere Bilder sind dann alte Fotos und wir werden alle die Mom oder der Dad von jemandem sein. Aber jetzt gerade sind diese Momente keine Geschichten, das hier passiert gerade.“ (The Perks of being a Wallflower)
Welche Geschichten wirst du eines Tages erzählen? Was wird es sein, woran du dich erinnern wirst?
Jeden Tag aufs Neue kannst du einzigartige Geschichten schreiben. Doch das Leben passiert nicht in den eigenen vier Wänden und auch nicht in deiner Komfortzone. Das Leben findet nicht erst morgen oder übermorgen statt, Leben ist jetzt. Genau in diesem Moment.
Was sind deine Träume, deine Wünsche, was möchtest du umsetzen, was erleben?
Egal, was es ist:
Eine Reise um die Welt.
Nochmal studieren.
Dich selbstständig machen.
Dich ehrenamtlich engagieren.
Ein Buch schreiben.
Sprich aus, was dich bewegt. Tue, was dich glücklich macht.
Vermisst du jemanden oder bist so sehr verliebt, dass es dir den Atem raubt? Was hält dich davon ab, es dieser Person zu sagen? Was hast du zu verlieren? Du weißt nicht, welche Geschenke das Leben bereithält, wenn du den Mut hast, deiner Intuition und deinen Gefühlen zu folgen.
Oder möchtest du einfach nur jemandem Danke sagen oder etwas Gutes tun? Dann tu‘ es. Du weißt nie, wann du jemanden zum letzten Mal siehst. Du weißt nie, wann du etwas zum letzten Mal tun wirst, wann du ein Lachen zum letzten Mal hörst. Sei gespannt auf das Leben, auf die Menschen, lass dich von Freundschaften und der Liebe erfüllen, saug‘ alles auf. Es ist ein einzigartiges Geschenk.
Sei albern, tanz‘ im Regen, sei, wer du bist! Es ist egal, was andere von dir denken, du wirst immer für irgendwen zu viel oder zu wenig sein. Die Hauptsache ist doch, dass du dir genügst, dich selbst liebst und jeden noch so kleinen Moment im Leben genießt.
Vielleicht denkst du, dass du noch nicht bereit dafür bist, für deine Ziele, Wünsche und Projekte loszugehen. Doch das Problem ist, dass du es niemals sein wirst. Es ist die Angst vor dem Ungewissen, die dich zurückhält. Dich in deiner Komfortzone einschließt. Das Entscheidende ist der erste Schritt. Gib dir einen Ruck und geh los.
Egal, wie klein der erste Schritt sein mag: Er hat die Kraft, alles zu verändern, wenn du offen dafür bist. ❤
