Poesie

Müde vom Zweifeln.

Müde vom Zweifeln,
möchte bei mir selbst verweilen,
ohne den Fokus auf all meine Makel zu legen.

Möchte etwas in mir bewegen,
Richtung Optimismus, Wertschätzung und Selbstliebe.
Doch meistens sind es kleine und große Seitenhiebe,
die mein Verstand mir vor die Füße knallt.
„Hättest du das mal anders gemacht.“
„Wieso bist du eigentlich so unfähig?“

Selten ist meinem inneren Kritiker eine Tat genug.
Nie stimmt er meinen Gedanken zu
und stets drängt er mich, etwas zu tun,
lässt mir selten meine Ruh‘.

Doch ich bin müde vom Zweifeln,
einfach nur unfassbar müde.
Möchte einfach einmal durchatmen
und verinnerlichen, dass es manchmal genügt,  
einfach nur zu Sein.

Den Moment zu genießen,
die Umgebung wahrzunehmen.
Anderen Menschen die volle Aufmerksamkeit zu schenken,
ohne mich währenddessen selbst zu analysieren,
natürlich mit der Intention, zu hinterfragen,
ob ich genüge.

Wieso all diese Fragen?
Wieso all die Zweifel,
die zur DNA meines Körpers geworden sind?
Ja, bin ich denn einfach nur blind,
für all das Schöne, all das Gute und all die Liebe auf der Welt?
Hat mein Verstand alles auf den Kopf gestellt?
Doch, wenn er es hat?
Kann ich all das nicht umdrehen,
wie eine Sanduhr?

Meine Gedanken positiv einfärben,
besonders in Bezug auf mich selbst,
denn alle anderen sind natürlich vollkommen okay.
Nur ich bin es nicht.

Doch etwas in mir bricht,
die Mauer der Isolation stürzt ein,
denn ich möchte kein Gefangener mehr sein.

Möchte frei von meiner eigenen Unterdrückung sein,
lass all die Gedanken in mein System hinein,
die ich vorher ausgegrenzt habe.

Denn ich bin müde vom Zweifeln,
und fasse daher den Entschluss:
Ich lass es ab jetzt bleiben.

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Alltagsgedanken, Poesie

Außerhalb der Norm.

Manchmal türmt sich alles auf:
negative Gedanken, Probleme, Dinge, die nicht so laufen, wie wir es uns wünschen.
Alles wächst zu einer schier unüberwindbaren Mauer.

Über unsere Haut zieht ein Schauer, Härchen stellen sich auf, wir erstarren.
Verzweiflung und Überforderung führen zur Prokrastination.
Stillstand.

So verharren wir in der Panik.
In dem Glauben, dass es uns bestimmt ist, zu erleben, was gerade passiert.
Entweder wir akzeptieren den Umstand, dass es nun mal ist, wie es ist – und erkennen an, dass wir selbst Einfluss auf alles im Leben haben.
Denn wir haben die Macht, Umstände zu beeinflussen.
Oder aber wir verharren in alten Mustern und lassen das Leben über uns bestimmen.

Klar, was für manche Menschen ganz leicht erscheint, kann anderen mehr Energie und Mut abverlangen.
Doch wir alle haben Einfluss.
Mit unserer Stimme, unserem Sein, unseren Entscheidungen.

Wir können uns von der Angst leiten lassen – die, wie wir wissen, manchmal sinnvoll ist, uns aber in den meisten Fällen nicht gut berät.
Oder wir wenden uns dem Mut zu,
glauben an uns und treten aus dem Schatten.

Auch wenn sich eine Mauer vor uns auftürmt und wir verzweifelt versuchen, sie zu erklimmen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch Anlauf nehmen können, um sie zu durchbrechen. Genauso wie wir Muster durchbrechen können.

Sei mutig.
Geh einen Schritt nach dem anderen.
Lass dich nicht in Schubladen pressen,
dich nicht einengen.
Gib nicht auf.
Glaub an dich,
und lass dich selbst niemals im Stich.

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Poesie

Wachse über deine Ängste hinaus.

 

Meine Ängste umarmen mich sanft, wiegen mich, halten mich fest
– zu fest.
(Nelli H.)

Manchmal gibt es Zeiten, da haben sie dich fest im Griff, ziehen dich hinein, in einen Strudel voller Negativgedanken, du findest dich in einer Dauerschleife wieder, in der du dir selbst sagst, wie wertlos du bist, wie unfähig du bist, dass du das niemals schaffen wirst, weil du nicht gut genug bist.
Nun frage dich selbst, was genau ist es, welche Erfahrungen, welche Situationen, welche Worte von anderen Menschen waren es, die dich so nachhaltig negativ geprägt haben, dass du dich HIER UND JETZT in dieser Situation befindest?
Eine Situation, in der du dich schlichtweg selbst bemitleidest, dir selbst und deinem Potenzial im Weg stehst.
Seien wir mal ehrlich, jeder von uns hat einen Haufen von Negativerfahrungen machen dürfen, doch sind es nicht genau diese Erfahrungen, die uns erst zeigen, wie stark wir sind?
Also lass‘ dich nicht von deinen Ängsten limitieren, beleuchte sie, reflektiere, was genau dich hier blockiert und wieso. Wovor hast du eigentlich Angst, was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du dich gegen die Angst und für dich selbst entscheidest?

Du wirst sehen, nichts ist so einengend, als sich der Angst voll und ganz hinzugeben.
Folge deinem Herzen, deinem Weg, deiner Leidenschaft, deiner Passion.
Niemand außer dir Selbst kann dir Steine in den Weg legen. Es ist nicht deine Angst, die dich hindert, du selbst erschaffst diese Ängste, indem du sie immer wieder befeuerst, anstatt sie zu entkräften.
Also trau‘ dich, steh‘ für dich und deine Träume ein, du wirst sehen, wie viel bunter dein Leben werden wird, wenn du dich nicht davor versteckst.
Deine Angst ist nicht dein Feind, sondern zeigt dir lediglich auf, in welchen Bereichen du noch wachsen kannst.
Und glaub‘ mir, du kannst noch so hoch über dich selbst und deine Ängste hinauswachsen, trau‘ dich, mach den ersten Schritt und der Weg wird sich auftun.

Ich glaub‘ an dich, du auch?

 


© Nelli H. 

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Poesie

Gedankenapokalypse.

Winterapokalypse meiner Gedanken.
Lässt erstarren, was nicht gut ist.
Alle negativen Gedanken gehen auf die Barrikaden,
möchten erhört werden,
doch der Winter dieses Jahr ist sehr kalt.
Friert sie ein, und lässt sie glänzen, so schön,
kleine Schneeflocken zieren sie,
wie ein sanftes, weißes Kleid
sind sie eingemummelt,
weich und kalt gebettet. 
Liebevoll betrachte ich sie,
wie schön sie sind.
Geboren durch mich,
hinausgetragen durch mich.
In meine Welt.
Doch als diese stockte, ganz still stand.
Ich nur noch meinen Atem spürte,
und diese endlose Liebe in meinem Herzen.
Spürte ich, dass es Zeit ist, dem ein Ende zu bereiten.
So frierte ich sie ein, ließ sie nicht zu Wort kommen.
Unterbrach sie schon bei der ersten Silbe.
Ganz langsam erstarrten sie, bis sie brachen.
Winterapokalypse meiner Gedanken,
verspricht neues Leben.
Leuchtend hell.
© Nelli H. 

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