Jahrzehntelang auf Glasscherben balanciert,
um niemanden zu verletzen,
blutige Fußspuren hinterlassen.
Denn so ist, wie es sein muss.
Still. Unauffällig. „Brav“. Angepasst.
Bloß nicht auffallen.
Der Frieden im Außen war Priorität,
während im Innern ein Sturm aufzog,
alles an Licht verschlang.
Heute halte ich den Sturm nicht mehr im Innern.
Lasse ihn sich ausdehnen.
Denn so ist, wie es sein sollte.
Unsere Stimme hat Macht,
hat Wirkung,
ist Ausdruck.
Ein Wort kann einschlagen wie ein Blitz,
kann ein Feuer entfachen
in und um uns.
Denn so ist, wie es sein sollte:
aussprechen, was in uns lodert.
Emotionen fühlen
und nicht ersticken.
Denn das ist,
was uns atmen lässt.
