Müde vom Zweifeln,
möchte bei mir selbst verweilen,
ohne den Fokus auf all meine Makel zu legen.
Möchte etwas in mir bewegen,
Richtung Optimismus, Wertschätzung und Selbstliebe.
Doch meistens sind es kleine und große Seitenhiebe,
die mein Verstand mir vor die Füße knallt.
„Hättest du das mal anders gemacht.“
„Wieso bist du eigentlich so unfähig?“
Selten ist meinem inneren Kritiker eine Tat genug.
Nie stimmt er meinen Gedanken zu
und stets drängt er mich, etwas zu tun,
lässt mir selten meine Ruh‘.
Doch ich bin müde vom Zweifeln,
einfach nur unfassbar müde.
Möchte einfach einmal durchatmen
und verinnerlichen, dass es manchmal genügt,
einfach nur zu Sein.
Den Moment zu genießen,
die Umgebung wahrzunehmen.
Anderen Menschen die volle Aufmerksamkeit zu schenken,
ohne mich währenddessen selbst zu analysieren,
natürlich mit der Intention, zu hinterfragen,
ob ich genüge.
Wieso all diese Fragen?
Wieso all die Zweifel,
die zur DNA meines Körpers geworden sind?
Ja, bin ich denn einfach nur blind,
für all das Schöne, all das Gute und all die Liebe auf der Welt?
Hat mein Verstand alles auf den Kopf gestellt?
Doch, wenn er es hat?
Kann ich all das nicht umdrehen,
wie eine Sanduhr?
Meine Gedanken positiv einfärben,
besonders in Bezug auf mich selbst,
denn alle anderen sind natürlich vollkommen okay.
Nur ich bin es nicht.
Doch etwas in mir bricht,
die Mauer der Isolation stürzt ein,
denn ich möchte kein Gefangener mehr sein.
Möchte frei von meiner eigenen Unterdrückung sein,
lass all die Gedanken in mein System hinein,
die ich vorher ausgegrenzt habe.
Denn ich bin müde vom Zweifeln,
und fasse daher den Entschluss:
Ich lass es ab jetzt bleiben.