Poesie

Du bist wichtig.

Dunkle Gedanken bringen mich ins Wanken.
„Bin ich überhaupt wichtig?“
„Mache ich einen Unterschied?“
„Würden es andere merken, wenn ich nicht mehr hier wäre?“

Doch ich weise ich mich selbst in die Schranken.
Natürlich bin ich wichtig.
Natürlich mache ich einen Unterschied.
Natürlich würden es andere Menschen merken.

Und selbst wenn nicht –
liebe ich mich selbst genug,
um diesen Gedanken nicht nachzugeben.

Wenn du einmal diese Schwere spürst,
diese Gedanken hast,
wenn alles dunkel wirkt,
und du dich verloren fühlst,
dann wünsche ich mir für dich,
dass du dein eigener Anker sein kannst.
Dein eigener Lichtblick.

Denn dein Verstand wiederholt manchmal alte Muster
und erzählt dir Dinge,
die nicht wahr sind.

Du bist wichtig.

Du weißt nicht, wer heute an dich denkt,
obwohl ihr euch vielleicht nur einmal begegnet seid.
Du weißt nicht, wer heute noch über einen Witz von dir lacht,
den du vor zehn Jahren erzählt hast.

Du weißt nicht,
was du anderen bedeutest.
Du weißt nicht,
wer dich einmal ansprechen wollte,
sich aber nicht getraut hat.

Du weißt nicht,
welchen Einfluss du auf das Leben anderer Menschen hast.

Doch ich bin mir sicher:
Diese Menschen gibt es.

Menschen, für die du jemand bist,
bei dem sie einfach sie selbst sein können.

Und du darfst dir den Raum nehmen.
Den Raum, den du brauchst,
um zu heilen
und zu wachsen.

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Poesie

Time flies.

Sometimes you realize
time flies
time flies.
Ein Drittel Leben schon vorbei,
your heart cries.

Melancholie.
Momente, die nicht ewig währen,
manchmal das Atmen erschweren.

Die andere Seite der Medaille,
wenn es gut läuft:
Zwei Drittel Leben liegen noch vor uns.

Tage vergehen so schnell,
wie Vögel am Himmel aus meinem Blickfeld verschwinden.
Möchte mich suhlen, mich winden,
in den Sekunden, den Minuten eines jeden Tages.

Möchte die Zeit festhalten,
in ihr verweilen.
Freeze.
Jeder Muskel schwer.
Denn, was ist zu tun?
Zu viel.
Womit fang ich an?
Zieh mit mir nicht an einem Strang,
hab mich im endlosen Gedankengang verhang’n.

Muss schmunzeln.
Denn so viel Leben ist in mir, um mich herum.
Doch alles in mir ist stumm.
Und ich frag mich: Warum?

Hebe den Blick und schaue den Vögeln beim Fliegen zu.




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Poesie

Müde vom Zweifeln.

Müde vom Zweifeln,
möchte bei mir selbst verweilen,
ohne den Fokus auf all meine Makel zu legen.

Möchte etwas in mir bewegen,
Richtung Optimismus, Wertschätzung und Selbstliebe.
Doch meistens sind es kleine und große Seitenhiebe,
die mein Verstand mir vor die Füße knallt.
„Hättest du das mal anders gemacht.“
„Wieso bist du eigentlich so unfähig?“

Selten ist meinem inneren Kritiker eine Tat genug.
Nie stimmt er meinen Gedanken zu
und stets drängt er mich, etwas zu tun,
lässt mir selten meine Ruh‘.

Doch ich bin müde vom Zweifeln,
einfach nur unfassbar müde.
Möchte einfach einmal durchatmen
und verinnerlichen, dass es manchmal genügt,  
einfach nur zu Sein.

Den Moment zu genießen,
die Umgebung wahrzunehmen.
Anderen Menschen die volle Aufmerksamkeit zu schenken,
ohne mich währenddessen selbst zu analysieren,
natürlich mit der Intention, zu hinterfragen,
ob ich genüge.

Wieso all diese Fragen?
Wieso all die Zweifel,
die zur DNA meines Körpers geworden sind?
Ja, bin ich denn einfach nur blind,
für all das Schöne, all das Gute und all die Liebe auf der Welt?
Hat mein Verstand alles auf den Kopf gestellt?
Doch, wenn er es hat?
Kann ich all das nicht umdrehen,
wie eine Sanduhr?

Meine Gedanken positiv einfärben,
besonders in Bezug auf mich selbst,
denn alle anderen sind natürlich vollkommen okay.
Nur ich bin es nicht.

Doch etwas in mir bricht,
die Mauer der Isolation stürzt ein,
denn ich möchte kein Gefangener mehr sein.

Möchte frei von meiner eigenen Unterdrückung sein,
lass all die Gedanken in mein System hinein,
die ich vorher ausgegrenzt habe.

Denn ich bin müde vom Zweifeln,
und fasse daher den Entschluss:
Ich lass es ab jetzt bleiben.

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Poesie

Verbindung: beängstigend schön.

Der Ozean der Einsamkeit umschließt mich,
hüllt mich ein,
lässt mich einfach Ich sein.
Deine Worte hinterließen dunkle,
kräftige Farben in mir,
die sich nur ganz selten mit anderen mischen.
Sie halten sich zurück,
machen sich klein,
und lassen nur ungern andere Farbkleckse rein.

Doch eigentlich möchte ich nicht nur für mich sein,
wünsche mir tiefe Verbundenheit,
auch wenn alles in mir schreit,
ich solle vorsichtig sein,
denn Erfahrungen hinterlassen nicht selten
Narben – ganz fein –
für das menschliche Auge nicht sichtbar,
doch für feinfühlige Wesen ganz klar:
Verbindung bedeutet Gefahr.

Doch umfasst Verbindung noch so vieles mehr,
was wir, wenn wir es nicht kennen,
erfahren und lernen dürfen:
Verbindung bedeutet Gemeinschaft,
Empathie, Wohlwollen, Liebe, Lachen,
Momente, die uns stärker machen.
Verbindung kann auch bedeuten:
Sich beizustehen, wenn etwas schwierig ist,
sich wertfrei zuzuhören,
sich in den Arm zu nehmen, wenn Trauer einen überrollt.
Verbindung bedeutet, sich darauf verlassen zu können,
mit seinen Ängsten und Sorgen nicht allein zu sein.

Verbindung bedeutet, gesehen zu werden.
Verbindung bedeutet leben.

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Poesie

Vertrauen.

Schwere zieht durch meine Knochen
hält mich am Boden
hab mich so oft verkrochen
verbogen
um zu gefallen.
Klein beigegeben
doch war innerlich dabei
nach mehr zu streben.

Diese Schwere hält mich gefangen,
hält mich fest.
Doch vielleicht ist alles nur ein Test,
ob ich loslassen kann.
Wirklich loslassen und dem Leben und anderen vertrauen.
Aber vor allem mir selbst.

Vertrauen wächst im Innern,
in jedem Moment,
also fang mich nicht auf, wenn ich falle,
ich selbst werde mir Halt geben.
Mach mich nicht mehr klein
und werde bei jedem Schritt präsent bei mir sein.
Mich wohlwollend führen,
durch all die Stürme,
die mich zum Straucheln bringen.

Wir – du und ich – können uns erheben,
und so viel mehr sein,
so viel mehr erreichen, als wir denken.
Dieses Vertrauen dürfen wir uns schenken.

Das Einzige, was wir brauchen,
ist der Glaube an uns selbst,
und das Wissen,
dass wir genügen, so wie wir sind.




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Poesie

Sei das Licht, das du bist.

Ich könnte auf alles zeigen,
was du kannst,
auf all das Gute, das du ausstrahlst.
Wie auf Sterne am Himmel.

Dieses Strahlen,
dieses Licht,
diese Schönheit
würdest du sehen.

Doch was ist mit deiner eigenen?
Siehst du sie?
Fühlst du sie?
Schätzt du sie?

Ich sehe alles, was du bist,
und alles, was in dir verborgen liegt.
Wieso du nicht?

Ich werde so lange darauf zeigen,
bis du nicht nur siehst,
wie schön du bist
– innen wie außen –
sondern es auch fühlst.

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Poesie

Was uns atmen lässt.

Jahrzehntelang auf Glasscherben balanciert,
um niemanden zu verletzen,
blutige Fußspuren hinterlassen.

Denn so ist, wie es sein muss.
Still. Unauffällig. „Brav“. Angepasst.
Bloß nicht auffallen.

Der Frieden im Außen war Priorität,
während im Innern ein Sturm aufzog,
alles an Licht verschlang.

Heute halte ich den Sturm nicht mehr im Innern.
Lasse ihn sich ausdehnen.
Denn so ist, wie es sein sollte.

Unsere Stimme hat Macht,
hat Wirkung,
ist Ausdruck.

Ein Wort kann einschlagen wie ein Blitz,
kann ein Feuer entfachen
in und um uns.

Denn so ist, wie es sein sollte:
aussprechen, was in uns lodert.
Emotionen fühlen
und nicht ersticken.

Denn das ist,
was uns atmen lässt.

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Poesie

Rage.

Befeuert wird die Wut,
die unseren Seelen nicht guttut.
Nicht heute, nicht morgen
verschwinden diese Sorgen.

Eis bedeckt nicht nur unsere Straßen,
sondern auch unsere Herzen.
Peng – ein Menschenleben ausgelöscht.
Unendliche Schmerzen.

Der Täter applaudiert und lacht,
was hat Hass nur aus dieser Welt gemacht?

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Poesie

Innehalten ist keine Schwäche.

Wann hast du zuletzt nichts getan – und es ausgehalten?

In Videos muss viel passieren.
Schnell sprechen, bloß keine Pause aufkommen lassen, denn das Risiko, die Absprungrate zu erhöhen, ist zu groß.
Schneller, vollgepackt mit Effekten. Es muss immer etwas passieren, dem Gehirn bloß keine Zeit lassen.

Jahresanfang.
Bombardement unzähliger Webinare.
Mit diesem Wissen machst du 5k mehr im Monat.
So verdienst du als Copywriter das Zehnfache.
Erfolgreich abnehmen mit diesen sieben Tipps.
Höher, schneller, weiter.
Mit diesen Gewohnheiten hebst du deine Leistung auf ein neues Level.

Stetige Selbstoptimierung.
Bloß nicht nachlassen.

Und so hetzen wir von A nach B, mit unzähligen To-Do-Büchern in unserem Kopf.

Lass mich ein To-Want hinzufügen.
Zur Ruhe kommen.
Durchatmen.
Sich akzeptieren.
Der Langsamkeit wieder Raum geben.
Träumen.

Wir sind nicht hier, um in einem Hamsterrad im Kreis zu laufen und immer schneller zu rennen.
Ohne durchzuatmen.
Ohne uns selbst Raum zu geben – für Wachstum, für Ziele, für Freude, für Freundschaft, für Liebe.
Das ist es, was uns lebendig hält.

Wie wäre es mit weniger Müssen und mehr Wollen?
Wie wäre es mit weniger Selbstoptimierung und mehr Akzeptanz, Wohlwollen und Empathie für uns selbst?
Wie wäre es mit weniger passivem Konsumieren und mehr Präsenz – für uns, für andere, für unsere tiefsten Wünsche und Träume?

Müssen wir den nächsten Trend auf TikTok wirklich miterleben?
Oder ist nicht unser Leben die spannendste Abfolge von Szenen?

Wie wäre es mit weniger Rennen und mehr Langsamkeit,
um das Leben – unser Leben – auch wirklich wahrzunehmen?

Vielleicht beginnt genau dort, was wir so lange gesucht haben: nicht im Mehr, sondern im Innehalten.

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Alltagsgedanken, Poesie

Außerhalb der Norm.

Manchmal türmt sich alles auf:
negative Gedanken, Probleme, Dinge, die nicht so laufen, wie wir es uns wünschen.
Alles wächst zu einer schier unüberwindbaren Mauer.

Über unsere Haut zieht ein Schauer, Härchen stellen sich auf, wir erstarren.
Verzweiflung und Überforderung führen zur Prokrastination.
Stillstand.

So verharren wir in der Panik.
In dem Glauben, dass es uns bestimmt ist, zu erleben, was gerade passiert.
Entweder wir akzeptieren den Umstand, dass es nun mal ist, wie es ist – und erkennen an, dass wir selbst Einfluss auf alles im Leben haben.
Denn wir haben die Macht, Umstände zu beeinflussen.
Oder aber wir verharren in alten Mustern und lassen das Leben über uns bestimmen.

Klar, was für manche Menschen ganz leicht erscheint, kann anderen mehr Energie und Mut abverlangen.
Doch wir alle haben Einfluss.
Mit unserer Stimme, unserem Sein, unseren Entscheidungen.

Wir können uns von der Angst leiten lassen – die, wie wir wissen, manchmal sinnvoll ist, uns aber in den meisten Fällen nicht gut berät.
Oder wir wenden uns dem Mut zu,
glauben an uns und treten aus dem Schatten.

Auch wenn sich eine Mauer vor uns auftürmt und wir verzweifelt versuchen, sie zu erklimmen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch Anlauf nehmen können, um sie zu durchbrechen. Genauso wie wir Muster durchbrechen können.

Sei mutig.
Geh einen Schritt nach dem anderen.
Lass dich nicht in Schubladen pressen,
dich nicht einengen.
Gib nicht auf.
Glaub an dich,
und lass dich selbst niemals im Stich.

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