Poesie

Dazwischen.

mein blick
auf wanderschaft
streift sanft über deinen arm
                                                                            bis mein blick an deinem handgelenk
                                                                            mündet
                                                                            verweilt
                                                                             neblig wird

dieser anblick lässt mich
mich verlieren
falle durch die zeit
zurück
                                                                              blicke dein gesicht an
                                                                              doch es ist konturenlos
                                                                               verschwommen
riskiere einen blick
deine haut ist glatt
nicht bedeckt von furchen
völlig glatt

                                                                             dein räuspern holt mich zurück
                                                                             geblendet von dem spiegel der zeit

schließe ich die augen
die zeit
zwischen damals
und heute

                                                                                   fehlt

 

 

© Nelli H.

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Poesie

.

Nicht wissend, ob sich unsere Blicke jemals wieder begegnen werden, kehre ich dir den Rücken zu, doch mein Herz wende ich nicht ab.
Öffne es weit.
Nicht wissend, ob ich jemals wieder deinen Atem auf meiner Haut spüren werde, wende ich meinen Blick nicht mehr ab, zwinge mich, dich anzusehen, trotz des unendlichen Schmerzes, der mich schwerer atmen lässt. Fast vergesse ich zu atmen. Dein Blick ruht auf meinem. Ruhig. Intensiv.
Dein Atem wird schwächer. Traue mich nicht, genauer hinzuhören. Dein Brustkorb hebt und senkt sich, die Abstände werden länger, unregelmäßiger.
Deine Hand auf meiner, durchströmt mich mit Wärme. So, wie du es immer getan hast – lebendige Wärme.
Die Welt steht still, keinen Laut nehme ich wahr. Keinen einzigen. Einzig und allein, der Puls drückt sich durch deine Fingerspitzen in meine. Die Zeit steht still. Kein Windhauch berührt mein nun kälter gewordenes Herz. Mein Atem stockt.
Sanft drücke ich meine Lippen auf deine, möchte dir sagen, wie sehr ich dich liebe, wie sehr du mein Leben bereichert hast. Doch ich bin mir sicher, dass du weißt, was ich dir damit sagen möchte und lasse das Leben in größter Stille dem Tod begegnen.
Deine Mundwinkel ziehen sich ein klein wenig nach oben, bevor du mich zurücklässt. Du hast deinen Frieden gefunden und ich werde meinen durch dich finden.

© N. H.

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Poesie

Liebster Blog Award.

Ein herzliches Dankeschön an meraqui für die Nominierung und sorry, dass die Beantwortung so lange gedauert hat. 😉

Für alle, die nominiert sind, hier die Regeln:
1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte 11 Fragen die dir vom Blogger, der dich nominiert hat, gestellt wurden.
3. Nominiere 11 weitere Blogger mit weniger als 200 Followern.
4. Stelle 11 Fragen an deine Nominierten.
5. Informiere deine Nominierten über diesen Post.


1. Welcher Tag war der Schönste in deinem Leben?

In den letzten Tagen habe ich sehr lange über diese Frage nachgedacht und kam zu dem Schluss, dass mein glücklichster Tag noch kommen wird. Zwar hat es durchaus wundervolle Tage gegeben, aber keiner stach so sehr von diesen ab, dass ich sagen könnte, dies sei der schönste gewesen.
Wundervolle Tage haben sich dadurch ausgezeichnet, dass ich sie mit wunderbaren Menschen, die mir sehr nahe stehen, verbracht habe. Auch das Ausüben meiner Hobbys, wie beispielsweise das Fotografieren oder das Schreiben, haben Glücksgefühle ausgelöst.

2. Was inspiriert dich am meisten?

Inspiriert werde ich durch Erinnerungen, durch Momente im Alltag, die gewisse Emotionen auslösen, wie z. B. das Schauen eines Filmes oder Musikhören. Natürlich inspiriert mich auch Gelesenes oder Aussagen, die ich über den Tag verteilt gehört habe und mich nicht loslassen.

3. Was denkst du über die heutige Gesellschaft?
Manchmal habe ich den Eindruck, dass fast alles viel zu ernst genommen wird und viele Leute gerne über andere urteilen, obwohl sie keine Ahnung von ihnen haben. Ich würde mir wünschen, dass diese Vorurteile aufhören, dass Menschen sich anderen öffnen können, ohne sich vorher schon längst ein Bild gemacht zu haben. Miteinander können wir mehr erreichen als gegeneinander.

4. Welche ist deine Lieblingsfarbe und warum?
Die Farbe Blau favorisiere ich, weil sie so beruhigend wirkt und ich Freiheit mit ihr assoziiere, da ich sofort an das weite Meer und all seine Möglichkeiten, die Welt zu erkunden, denken muss.
Aber auch die Farbe Gelb mag ich sehr, sehr gerne, da sie so erfrischend und belebend wirkt und ich sofort ein wohliges Gefühl bekomme, wenn ich etwas Gelbes sehe.

5. Mit welchem Tier kannst du dich identifizieren?
Puh, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Aber, wenn ich mir etwas aussuchen muss, würde ich gerne irgendeine Art von Vogel sein, (die ein sehr farbenfrohes Gefieder hat), weil ich gerne Neues entdecke und nicht gerne für eine längere Zeit auf einem Fleck verweile.

6. Was ist dir wichtiger: Intelligenz oder Wissen?
Intelligenz. Da man nur dadurch Wissen logisch miteinander verknüpfen und verstehen kann.

7. Was bedeutet ‘Kreativität’?
Seine Emotionen und Gedanken ästhetisch ausdrücken zu können, egal auf welche Weise, sei es nun im geschriebenen Wort oder durch Zeichnungen etc.
Außerdem bedeutet es für mich, nicht stumpf Regeln zu befolgen, also zu handeln, wie es vorgeschrieben wird, sondern ständig zu hinterfragen und offen zu sein.

8. Woran glaubst du?
Daran, dass jeder Tag eine neue Chance ist. Dass alle Menschen Gutes in sich haben und, dass man das tun sollte, was einem das Bauchgefühl sagt und nicht das, was der „sichere Weg“ ist.

9. Welche Länder hast du bereist?
Leider noch nicht so viele: Ungarn, Tunesien, Ägypten und natürlich einige deutsche Städte.

10. Süß oder herzhaft – was ist dir lieber?
Je nach Appetit und Stimmung – beides.

11. Bist du eher introvertiert oder extrovertiert?

Eher introvertiert, besonders dann, wenn ich Personen nicht kenne oder mich in neuen Situationen befinde. Lerne ich jemanden dann besser kennen und fühle mich wohl, dann werde ich offener.

Ich nominiere:

Jan
Hamlet
Lady Frost
David

Meine Fragen an Euch:
1. Welches Ereignis in deinem Leben hat dich so sehr berührt, dass du es niemals vergessen hast?
2. Wie kam es dazu, dass du mit dem Bloggen angefangen hast?
3. Was würdest du gerne noch unbedingt in deinem Leben machen wollen?
4. Was ist dein Lieblingsort und warum?
5. Was inspiriert dich?
6. Was war dein bisher schönster Tag und was hat ihn ausgemacht?
7. Was denkst du über die heutige Gesellschaft?
8. Was ist deine größte Angst?
9. Was ist das Lustigste, was du in der letzten Zeit erlebt hast?
10. Was bedeutet dir dein Hobby (deine Hobbys) und welches Gefühl verbindest du damit?
11. Welches Tier findest du faszinierend, warum?

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Poesie

Suche.

Strauchelnd tänzelst du durch die leergefegten Straßen,
der Boden verschwimmt und zittert.
Deine Beine halten nicht immer Stand und betten dich
auf dem grauen, harten Grund.
Doch getrieben von der Suche,
erhebst du dich jedes Mal erneut.
Auf der Suche.
Du weißt nicht wonach.
Doch du weißt, dass du dich bewegen,
dass du was tun musst.
Dein Atem ist unregelmäßig,
du schnaufst.
Deine Augen wandern hektisch umher,
du suchst.
Nach etwas, das dich wärmt und hält,
etwas, an das du dich anlehnen kannst.
Nur für einen Moment.
Doch als du glaubst, du hättest etwas gefunden,
fängt es in deinem Innern zu schneien an.
Du brauchst eine Pause, willst nicht mehr suchen.
Lässt dich auf den inzwischen weiß gewordenen Boden nieder.
Schließt kurz deine Augen und verharrst in der Stille der Nacht.
Als sich der Schlaf ausbreitet, wird dein Atem regelmäßig.
Licht und Freude ziehen sich durch deine Träume.
Wenn du Glück hast, wirst du angekommen sein,
sobald du die Augen wieder aufschlägst.

© Nelli H.

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Poesie

vermissen

Mit offenen Augen durch den Dunst des Tages.
Manchmal verlaufen, manchmal stillstehend,
dem Gesang der Nacht lauschen und
dem Tanz der Sterne beiwohnen.
Gedanken, die wandern. Die wandern.
Zu dir. Zu dem Moment, an dem du noch neben mir saßt.
Mit deinen Händen über meinen Arm gestreift
und mir leise flüsternd von dem Geheimnis des Lebens erzählt hast.
Du sagtest, dass wir nicht weinen sollen,
wenn du nicht mehr da bist.
Wenn du Teil der tanzenden Sterne geworden bist.
Doch immer wieder rollen sie hinab,
in den Momenten, die in der Stille des Tages,
lauthals nach dir rufen.
Deine Stimme vermissen,
dein Lachen,
deine endlose Liebe.
Alles, was du für uns gewesen bist.
Ein herzensguter Mensch, der niemals im Stich ließ.
Der stets mit festem Schritt nach vorne ging,
um dem Teufel die Hörner abzuschlagen.
Unser Fels in der Brandung.
Unser Ruhepunkt.
Unsere Zuflucht.

© Nelli H.

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Poesie

Hoffnung.

Midnight in Paris.

Wimpernschlag.
Ein Knistern.
Schritte,
die verhallen
in der Kälte der Nacht.
Der Schnee geschmolzen,
dämmt schon lange nicht mehr
die hastigen Bewegungen.
Ein einsamer Mann
sitzt auf dem nassen Straßenrand.
Er zählt die wenigen
Punkte am Himmel.
Er zählt langsam, sehr genau,
fast schon pathetisch.
Theatralisch hebt und senkt er die Arme,
spielt mit seiner Mimik
während er nach oben blickt.
Er redet viel über Sternenbilder,
über Licht und Schatten.
Wendet seinen Blick des Öfteren nach links.
Spricht als erwarte er manchmal eine Antwort.
Zieht die Worte lang, die fast schon melodisch seine Lippen verlassen.
Immer wieder hebt er den Blick gen Himmel,
dann wieder zurück zu der Person,
die in seinen Gedanken anwesend zu sein scheint.
Er erhebt sich, beugt seinen Arm, als würde er jemanden stützen
und läuft sanften, langsamen Schrittes.
Einmal scheint es, als würde seine Erinnerung stolpern,
denn er bewegt sich schnell nach vorn und greift mit seinen Händen nach der kalten Luft.
Er scheint erleichtert als beide wieder stehen.
„Du bist alles für mich.“
Seine Worte sind voller Liebe.
Sein Gesicht erhellt sich, er lacht.
Seine Stimme wird lauter,
mit beiden Händen umfasst er seine Hoffnung.
Alles, was ihm geblieben ist.
Blickt sie direkt an und wiederholt:
Du.
Bist.
Alles.
Für.
Mich.

Alles.

© Nelli H.

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Poesie

Rasender Stillstand.

© Nelli H.

© Nelli H.

 

Manchmal,
rasende Zeit.
Sie rast.
Sie rast.
Über Flure
Über Brücken
Über Wiesen
Über uns.
Fegt über melancholische Gedanken hinweg,
als wären sie nichts.
Als wären sie nicht wichtig.
Als würden sie uns nicht leben lassen.
Manchmal macht sie uns rasend,
so rasend, dass wir vor Wut uns selbst vergessen.
Alles um uns herum.
Kurz im Stillstand verharren.
Tief einatmen.
Die schwere Luft schnell wieder ausatmend,
verlieren wir uns im rasenden Stillstand der Zeit.

© Nelli H.

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Poesie

Ohne dich wären wir nicht.

Herzschlag
setzt aus
wenn du es sagst

wenn du sagst
dass wir
dass wir

besser dran wären
wenn du nicht
mehr wärst

doch die wahrheit
die wahrheit ist
wir wären

noch weniger
als wir jetzt sind
wären hinter

uns selbst verborgen
wären verloren
in den worten

der anderen
würden noch weniger
leben

als wir es jetzt tun
könnten uns nicht mehr halten
an den dünnen fäden

des vergangenen
die die luft abschnüren
würden noch mehr daran setzen

die fassade aufrechtzuerhalten
würden noch mehr tun
was wir nicht sind

noch mehr sagen
was wir nicht so meinen
einfach nur des lebens wegen

Ohne dich wären wir
nicht.

© Nelli H.

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