Tageslicht, tanzend mit der Abenddämmerung.
Seicht verschwindend, immer dunkler.
Der Tag verschwimmt mit nächtlicher Finsternis.
Lässt auch die Seelen der Freude
an manchen Tagen nur die Nacht sehen.
Nur die Nacht.
Ab und an, ein kleiner Lichtfunke.
Gespendet durch vorbeifahrende Autos.
Autos, in denen Menschen Geschichten erzählen. 
Lächelnd, weinend, vergessend, erinnernd,
verträumt, erregt, bezaubert.
So fahren sie.
Fortfahrend.
Bei Zeiten wiederkehrend,
den Rücken kehrend,
den Kopf leicht zur Seite geneigt.
Schwelgen und verwelken sie.
Die Gedanken.
An das, was war,
was sein könnte,
was jetzt ist.
Katastrophen des Alltäglichen.
Entstehend, in uns.
Weil wir grübeln und verübeln.
Das Wesentliche vergessend, verschwimmen wir mit den Lichtfunken.
© Nelli H. H.