Du bist irgendwo da draußen,
doch wissen wir nicht, wo.
Liefen wie fremdgesteuert
durch jeden Tag
durch jede Nacht
über jeden Pfad,
durchquerten jeden Busch,
ließen Mauern hinter uns zurück,
versuchten, uns in dich hineinzuversetzen,
folgten deiner Fährte,
denken zu jeder Zeit an dich.
Jeder Moment ohne dich
schmerzt.
Was bleibt, sind Tränen,
Verzweiflung
und Hoffnung,
die ich jeden Tag neu entfache.
Hoffnung, dass es dir gut geht
und du zu uns zurückfindest,
egal wie.
Denn du bist unser Zuhause
und wir deins.
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Zum Greifen nahe.
Der Schmerz in deiner Brust, verrät dir, dass du am Leben bist.
Ganz still und heimlich gehst du auf Reisen,
auf der Suche nach dir selbst.
Doch das, was du finden würdest, hättest du niemals auch nur geahnt.
Dir niemals gewünscht.
Da steht es vor dir, direkt vor dir,
zum Greifen nahe.
© Nelli H.
Suche.
Strauchelnd tänzelst du durch die leergefegten Straßen,
der Boden verschwimmt und zittert.
Deine Beine halten nicht immer Stand und betten dich
auf dem grauen, harten Grund.
Doch getrieben von der Suche,
erhebst du dich jedes Mal erneut.
Auf der Suche.
Du weißt nicht wonach.
Doch du weißt, dass du dich bewegen,
dass du was tun musst.
Dein Atem ist unregelmäßig,
du schnaufst.
Deine Augen wandern hektisch umher,
du suchst.
Nach etwas, das dich wärmt und hält,
etwas, an das du dich anlehnen kannst.
Nur für einen Moment.
Doch als du glaubst, du hättest etwas gefunden,
fängt es in deinem Innern zu schneien an.
Du brauchst eine Pause, willst nicht mehr suchen.
Lässt dich auf den inzwischen weiß gewordenen Boden nieder.
Schließt kurz deine Augen und verharrst in der Stille der Nacht.
Als sich der Schlaf ausbreitet, wird dein Atem regelmäßig.
Licht und Freude ziehen sich durch deine Träume.
Wenn du Glück hast, wirst du angekommen sein,
sobald du die Augen wieder aufschlägst.
© Nelli H.