Poesie

Vertrauen.

Schwere zieht durch meine Knochen
hält mich am Boden
hab mich so oft verkrochen
verbogen
um zu gefallen.
Klein beigegeben
doch war innerlich dabei
nach mehr zu streben.

Diese Schwere hält mich gefangen,
hält mich fest.
Doch vielleicht ist alles nur ein Test,
ob ich loslassen kann.
Wirklich loslassen und dem Leben und anderen vertrauen.
Aber vor allem mir selbst.

Vertrauen wächst im Innern,
in jedem Moment,
also fang mich nicht auf, wenn ich falle,
ich selbst werde mir Halt geben.
Mach mich nicht mehr klein
und werde bei jedem Schritt präsent bei mir sein.
Mich wohlwollend führen,
durch all die Stürme,
die mich zum Straucheln bringen.

Wir – du und ich – können uns erheben,
und so viel mehr sein,
so viel mehr erreichen, als wir denken.
Dieses Vertrauen dürfen wir uns schenken.

Das Einzige, was wir brauchen,
ist der Glaube an uns selbst,
und das Wissen,
dass wir genügen, so wie wir sind.




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Alltagsgedanken

Real Connection.

 „Saying how you feel will never ruin a real connection.“

Seitdem mir dieser Satz neulich begegnete, lässt er mich nicht mehr los. Wie oft haben wir Zweifel oder gar Angst, etwas auszusprechen, weil wir die Reaktion fürchten?

Aber ist es nicht kraftraubender, seine wirren Gedanken, Emotionen und Gefühle in sich gefangenzuhalten, statt sie freizulassen? Es einfach auszusprechen?

Behalten wir das alles für uns, drehen wir uns meist im Kreis. Jeden Tag aufs Neue denken wir darüber nach, zerdenken und verlieren uns dadurch ein Stück weit selbst, da wir nicht im Moment leben. Nicht präsent sind.

Wenn dir etwas auf dem Herzen liegt, was in direktem Zusammenhang mit einer anderen Person steht, kann es (große) Überwindung kosten, offen und ehrlich zu sein. Doch ich glaube fest an den obengenannten Satz. Wenn du mit jemandem eine echte Verbindung hast, wie könnte dich diese Person für deine Empfindungen verurteilen? Wenn es andersrum wäre und sie würde dir etwas anvertrauen, was dich betrifft, wärst du ihr gegenüber ja auch nicht negativ eingestellt, oder? Im Gegenteil: Du würdest versuchen, ihre Gedanken und Empfindungen zu verstehen und ihr mit Wohlwollen begegnen.

Wieso also denkst du, sollte es andersrum nicht so sein?

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Poesie

Selbstzweifel

Jeder kennt sie: Selbstzweifel!

Doch meist hindern sie uns daran, das zu tun, was wir eigentlich möchten. Da wir Angst vor Verurteilung, vor Ablehnung und Kritik haben. Doch warum ist es uns so wichtig, was andere über uns denken?
Zählt nicht einzig und allein, was wir selbst von uns halten?

✨Du bist einzigartig und das darfst du zeigen!
✨Lass dich nicht vom Außen und von deinen Ängsten einengen.
✨Nicht die Angst macht dich aus, sondern das, was du aus ihr lernst.
✨Sei liebevoll mit dir selbst! 🍀

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Poesie

| Schatten und Licht |

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Poesie

| Leuchten |

Bevor ich dich traf,
hatte ich mich im Dickicht
meiner Selbstzweifel verloren.

Dank dir begann sich ein goldener
Pfad entlang meines Herzens zu schlängeln.
Ließ mich wieder atmen,
ließ mich wieder sein,
wer ich bin.

Die Schatten meiner Seele
vereinten sich mit dem Leuchten deiner.
Seitdem weiß ich, was es heißt, zu leben.

Ohne deine schillernden Farben
und deine Schatten möchte ich
nicht mehr sein.

Denn gemeinsam scheinen wir heller
als jemals zuvor.

© Nelli Halter

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Poesie

|Herzöffnung|

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Poesie

Lass mich dein Anker sein.

Schatten ziehen über dein Gesicht,
ein Gewitter zieht sich zusammen.
Ängstlichkeit gepaart mit Wut, tropfen aus deinen Poren,
hinterlassen Spuren auf dem steinharten Grund.
Dein Körper vibriert im Takt deiner Vergangenheit
und bewegt sich zur Melodie deiner Gegenwart.
Deine schwarze Seele kauert ganz einsam in dieser Welt.
Sucht nach Wärme, nach Zuversicht.
Doch du bist die einzige Mauer,
die dich selbst daran hindert.
Nur weißt du es nicht,
scheinst es nicht begreifen zu wollen.
Lass‘ mich dein Wegweiser sein.
Dein Anker,
der dich an die Hoffnung kettet.
Niemals lass‘ ich dich untergehen,
denn ohne dich will ich nicht sein.
Kann ich nicht sein.
Denn die Welt würde dunkler ohne dich sein.
Und ich mit ihr.
Lass mich dein Anker sein.

© Nelli H. 

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Poesie

Lebengeflecht.

Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe“, sagtest du, dein sonnengeflutetes Gesicht zu mir drehend. Dieser Satz hallte noch lange in mir nach, setzte Energien frei, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass sie vorhanden sind. Und wieso das so war? Endlich wieder glaubte ich an das Leben, an die Welt und die Menschen, aber vor allem an mich selbst, denn ich fühlte mich wieder selbst, alles, was ich bin, was mich ausmacht. Seit ich wusste, dass dieser Satz ausreicht – sofern er wahrhaftig so gemeint ist – drehe ich  jeden Abend, kurz vor dem Schlafen gehen, mein Gesicht zu mir selbst, schaue mir selbst in diese wunderschönen Augen, die voller Lebensfunken sind, und sage mir, dass ich mich liebe. Lange Zeit sagte ich diesen Satz, ohne das Wissen, wieso diese Liebe zu mir eigentlich existiert. Wofür liebe ich mich eigentlich? Um es kurz zu fassen, liebe ich das Wesen, das ich bin, diese Seele, voller Ecken und Kanten, Frohsinn und Trübsinn, Albernheit und Ernsthaftigkeit, diese Aura, die mich umgibt. Diese Aura, die jedem Menschen vermitteln soll: ich nehme dich, wie du bist, egal mit welchen Monstern du gerade haderst, welche Mauern du überqueren und welchen Abgründen du dich gegenübersiehst.

Die Liebe, die du in dir trägst, wird niemals weniger, auch nicht, wenn du einen Batzen davon an andere Menschen weitergibst, ihnen eine Stütze, ein Freund bist. Im Gegenteil, sie wird sich vermehren, ins Unendliche, denn so wirst du Teil in anderen Leben und andere Leben ein Teil von dir. Alles ist miteinander verbunden, miteinander verwoben, ein wunderschön schimmerndes Geflecht aus Begegnungen, Erfahrungen, Momenten und Worten.

© Nelli H.

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Poesie

///

Tief hinabreichend,
einsickernd in jede Pore meines Seins.
Die Erkenntnis,
mir selbst nicht gerecht zu werden.
Aus Angst.
Aus Angst vor meiner eigenen Stärke.
Habe ich verdient,
was ich erreichen könnte.
Habe ich verdient, glücklich zu sein.

Die Energie der Welt
schickt
Wellen der Erleichterung.
Angst fast vergessen.
Mut gesammelt,
um dann doch wieder nur versteinert zu sein.
Blockade.
Du bist meine Blockade.
Du hast mich gelehrt,
mich dem Schmerz der Welt hinzugeben.
Voll und ganz.
Manchmal, da kämpfe ich noch gegen dich,
ohne, dass du es weißt,
denn du bist schon lange nicht mehr in meinem Leben.

Doch jeden Tag verstehe ich,
verstehe ich ein bisschen mehr.
Ich darf ich selbst sein.
Mich selbst fühlen,
sein, wer ich bin.
Meine Kraft
entfesseln.
Dämonen beherberge
ich fortan nicht
mehr.

© Nelli H.

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